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Kaminöfen boomen – aber sind sie wirklich eine gute Alternative zum Gas und Öl?

Wir gehen der Frage auf dem Grund, ob Kaminöfen eine gute Alternative sind.

Das Ende des letzten Jahres hatte es in sich: Viele Eigenheimbesitzer haben im Dezember die Endabrechnung ihrer Heizkosten bekommen und mussten aufgrund hoher Nachzahlungen tief in die Tasche greifen. Da ist es nicht verwunderlich, dass man nach günstigeren Alternativen sucht. Immer mehr Menschen mit Eigenheim oder Hausbau-Vorhaben möchten sich daher einen Kaminofen kaufen. Aber ist er wirklich eine gute Alternative zur Öl- und Gasheizung?

Warum Kaminöfen derzeit so beliebt sind

Ein gemütlicher Abend auf dem Sofa bei knisterndem Kaminfeuer – das wünschen sich im Winter viele. Ein Kamin verspricht aber nicht nur kuschlige Wärme und Gemütlichkeit. Wird er als Zusatzheizung eingebaut oder nachgerüstet, kann das die Heizkosten in den kälteren Monaten senken. Es ist aber ebenso möglich, nur durch die Verbrennung von Holz zu heizen und so autark von Gas und Öl zu werden. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte, bevor man sich für einen Kaminofen entscheidet.

Lange Wartezeiten und Aufrüstungen wegen Klimaschutz möglich

Wer jetzt seinen Kaminofen bestellt, kommt aufgrund einer hohen Nachfrage auf die Warteliste und muss sich aktuell bis zu 4 Wochen gedulden – in Einzelfällen wohl auch länger. Wer da nicht schon im Sommer/Frühherbst bestellt hat, wartet unter Umständen noch bis zum Ende des Winters auf seinen Ofen.

Auf was sich Kaminofenbesitzer auch einstellen müssen: Da beim Verbrennen von Holz Feinstaub freigesetzt wird, ist es aufgrund des Klimaschutzes absehbar, dass die Anforderungen an eine Feuerstelle im Haus verschärft werden. Jetzt schon ist es vereinzelt regional der Fall, dass Kaminöfen aufgrund der Feinstaubbelastung gar nicht erst eingebaut werden dürfen. Hierüber sollte man sich vor der Anschaffung informieren.

Sicherheit geht vor

Wer in einem Haus mit Kaminofen lebt, für den spielt auch das Thema Sicherheit eine große Rolle. Ofenhersteller garantieren zwar ein Höchstmaß an Sicherheit, allerdings führt eine unsachgemäße Verwendung oft zu Bränden im Eigenheim. Es gilt sich daher an die Anweisungen der Hersteller zu halten und auch die regelmäßige Wartung des Ofens nicht zu vernachlässigen. Ebenso sollten auch die Vorgaben zum Standort (z.B. Raummindestgröße 12 Quadratmeter) und ein professioneller Einbau von einem Fachmann beherzigt werden.

Womit man finanziell rechnen muss

Wer mit einem Kaminofen sparen will, der sollte vor dem Kauf prüfen, ob er das wirklich tut. Aufgrund des Booms an Nachfragen sind die Preise für die Öfen bereits gestiegen und der Trend wird sich voraussichtlich auch in Zukunft fortsetzen. Zusätzlich zur Anschaffung muss man auch den Kauf von Brennholz einkalkulieren, das stetig nachgelegt werden muss, um eine konstante Wärme zu garantieren. Auch hier kam es zu einer Preisexplosion: So gibt das Statistische Bundesamt an, Brennholz sei bis zu 85,7 % teurer als noch im Vorjahresmonat (Stand: August 2022). Ein weiterer finanzieller Faktor: die Einbaukosten. Ein Kaminofen ist kein Do-It-Yourself-Projekt und bedarf der professionellen Montage eines Fachmanns – nicht nur wegen der offiziellen Abnahme durch einen Schornsteinfeger, sondern auch um die Gesundheit und Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.

Die andere Alternative: Luft-Wasser-Wärmepumpe

Ohne Gas, Öl oder Holz kommt die Luft-Wasser-Wärmepumpe aus. Sie wird mit Strom betrieben und wandelt Außenluft in Wärme um. Dabei hat sie einen geringeren Verbrauch als oftmals angenommen. Wer trotzdem nicht auf seinen Kaminofen verzichten will, der kann diesen auch mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kombinieren. Wenn Sie mehr erfahren wollen nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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